Verlässliches Engagement vor Ort: Bürgerstiftung Lichtenberg mit Gütesiegel ausgezeichnet

Berlin, Januar 2026

Die Bürgerstiftung Lichtenberg ist erneut mit dem Gütesiegel für Bürgerstiftungen ausgezeichnet worden. Das Gütesiegel steht bundesweit für Qualität, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein im lokalen bürgerschaftlichen Engagement.

Seit 2003 vergibt der Bundesverband Deutscher Stiftungen das Gütesiegel an Bürgerstiftungen, die den bundesweit anerkannten „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ entsprechen. Aktuell tragen 245 der über 400 Bürgerstiftungen in Deutschland diese Auszeichnung.

„Wer sich engagiert merkt, dass er das Miteinander vor Ort positiv gestalten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann. Bürgerstiftungen mit Gütesiegel bieten jedem von uns die Möglichkeit, sich mit den eigenen Stärken einzubringen: mit Geld, mit Zeit oder mit Ideen“, sagt Prof. Dr. Burkhard Küstermann, Vorsitzender der Gütesiegeljury.

Unabhängig geprüftes Qualitätssiegel

Über die Vergabe des Gütesiegels entscheidet eine unabhängige Jury aus erfahrenen Bürgerstifter*innen und Bürgerstiftungsexpert*innen. Grundlage der Prüfung sind die eingereichten Unterlagen der Stiftung.

Für eine erfolgreiche Bewerbung müssen Bürgerstiftungen neben der Zweckvielfalt und der lokalen Ausrichtung der Stiftungsarbeit insbesondere die Unabhängigkeit der Stiftung 
von politischen Gremien und einen strategischen Aufbau des Stiftungskapitals nachweisen. Diese und weitere Kriterien sind in den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung festgeschrieben, einem Qualitätsstandard, den sich Bürgerstiftungen vor über 20 Jahren selbst gegeben haben.

Die Zahl der gütesiegeltragenden Bürgerstiftungen ist im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen und liegt aktuell bei 245.

Bundesverband Deutscher Stiftungen 

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt die Interessen der deutschen Stiftungen gegenüber Politik und Gesellschaft. Mit über 4.500 Mitgliedern ist er der größte und älteste Stiftungsverband in Europa. Jedes Jahr engagieren sich allein die 60 größten Stiftungen in Deutschland mit mehr als 5 Milliarden Euro für das Gemeinwohl. Der Bundesverband setzt sich für optimale Rahmenbedingungen für das Stiften und für das Wirken von Stiftungen ein und unterstützt seine Mitglieder sowie Stifterinnen und Stifter insbesondere durch Beratung und Vernetzung in ihrer Arbeit.

 Weiterführende Information

 


 

Schöne Feiertage

Der Vorstand der Bürgerstiftung bedankt sich für die vielfältige Unterstützung im zurückliegenden Jahr.
Wir wünschen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest.
Für das kommende Jahr wünschen wir Gesundheit, persönliches Wohlergehen und die Erfüllung Ihrer Wünsche.
Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Arbeit. 

Der Vorstand

 


 

Ein Weihnachtsbaum für die Nachbarschaft im Ostseeviertel am Willy-Abel-Platz

Wir, das Stadtteilzentrum "Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel", sind ein wichtiger Treffpunkt für Menschen aus dem Kiez, die hier leben und/oder arbeiten. Bei uns begegnen sich Nachbar*innen, tauschen sich aus, unterstützen sich gegenseitig und nutzen vielfältige Angebote, um sich zu engagieren sowie sportlich, kreativ und kulturell aktiv zu sein.

Dank der Förderung durch die Bürgerstiftung konnten wir in diesem Jahr einen Teil der Kosten für den Weihnachtsbaum am Willi-Abel-Platz finanzieren. Diese Unterstützung ermöglichte es uns als Stadtteilzentrum des Vereins für aktive Vielfalt, zur Weihnachtszeit unterschiedliche Aktionen rund um den Weihnachtsbaum umzusetzen.

Traditionell haben wir, vor dem 1. Advent, den Weihnachtsbaum gemeinsam mit der Nachbarschaft geschmückt. Dabei wurde verschiedener Weihnachtsschmuck verwendet. Die Aktion bot einen niedrigschwelligen Anlass für Begegnungen, Gespräche und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlichen Alters und kultureller Hintergründe.

 

 

 

 

 

Ein besonderes Highlight war dann der Weihnachtsmarkt rund um den Weihnachtsbaum.
Mit über 20 Marktständen präsentierten Nachbar*innen, Initiativen und Akteur*innen aus dem Stadtteil ein vielfältiges Angebot. Der Markt zog zahlreiche Besucher*innen an und machte den Willy-Abel-Platz zu einem lebendigen Treffpunkt.

Für Kinder und Familien gab es die Möglichkeit, Fotos mit dem Weihnachtsmann und einem Weihnachtself zu erstellen. Eine Feuerschale sorgte für eine warme und stimmungsvolle Atmosphäre. Ergänzt wurde das Angebot durch ein kulturelles Programm von und mit der Nachbarschaft, das den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung unterstrich.

Darüber hinaus konnten wir während der gesamten Adventszeit immer wieder beobachten, dass sich Menschen am Weihnachtsbaum trafen, gemeinsam Fotos machten oder auf den Bänken des Platzes verweilten, um den Anblick zu genießen und zur Ruhe zu kommen. Der festlich geschmückte Weihnachtsbaum entwickelte sich so zu einem Ort der Besinnung und des sozialen Miteinanders im öffentlichen Raum.  

Wir bedanken uns herzlich bei der Bürgerstiftung für die finanzielle Unterstützung. Durch die Förderung konnten wir diese gemeinschaftsstärkenden Weihnachtsaktionen realisieren und den Willy-Abel-Platz in der Adventszeit als Ort der Begegnung und Erholung für die Nachbarschaft gestalten.

Stadtteilzentrum
"Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel"

 


 

Projektbericht Familienzentrum an der Grundschule

Förderung durch die Bürgerstiftung – Offene Angebote / Familiencafé

Durch die Unterstützung der Bürgerstiftung konnten im Familienzentrum an der Randowgrundschule vielfältige offene Angebote für Kinder, Eltern und Angehörige umgesetzt werden. Das Familiencafé bildete dabei den zentralen Begegnungsort. Mit wechselnden, niedrigschwelligen Aktivitäten – wie gemeinsamem Spielen, Kochen, Basteln und Kreativangeboten – entstand ein Raum, in dem Familien Zeit miteinander verbringen, neue Kontakte knüpfen und Unterstützung im Alltag finden konnten.

Besonders hervorzuheben ist die große Vielfalt der erreichten Besucherinnen und Besucher. Das Angebot wurde regelmäßig von Familien mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen genutzt, wodurch ein lebendiger Treffpunkt entstand, der Austausch und gegenseitiges Verständnis förderte. Viele Familien berichteten, dass sie sich durch die offene Atmosphäre willkommen und eingebunden fühlten.

Die Wirkung der Angebote zeigte sich deutlich: Die gemeinsamen Aktivitäten stärkten die Beziehung zwischen Eltern und Kindern und ermöglichten es Familien, neue Erfahrungen zu teilen. Gleichzeitig förderte das regelmäßige Zusammenkommen die soziale Teilhabe, insbesondere für Familien, die sonst nur schwer Zugang zu entsprechenden Angeboten finden. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten das Familiencafé, um Kontakte aufzubauen, sich gegenseitig zu unterstützen und ein stabiles Netzwerk entstehen zu lassen.

Darüber hinaus entstanden wertvolle Brücken zwischen Familien und der Schule, was das Vertrauen und Miteinander im schulischen Umfeld stärkte. Die offene, interkulturelle Atmosphäre erleichterte Begegnungen und trug zum Abbau von Vorbehalten bei. Das Angebot bot außerdem einen frühen Zugang zu Informationen und Hilfen bei Erziehungs- oder Alltagsfragen, sodass Familien rechtzeitig Unterstützung erhielten. Insgesamt leistete das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung familiärer Ressourcen, zu einem inklusiven Zusammenleben und zu einem positiven Schulklima.

Das Feedback der Besuchenden war durchweg positiv. Viele äußerten den Wunsch nach einer Fortführung und Ausweitung der Angebote. Besonders geschätzt wurden die einladende Atmosphäre, die Vielfalt der Aktivitäten und die Möglichkeit, ohne Anmeldung und kostenfrei teilnehmen zu können.

Die Fotos geben einen kleinen Einblick in die Atmosphäre und Aktivitäten des Familiencafés.

Abschließend möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen: Ohne die Förderung wäre es nicht möglich gewesen, diesen wichtigen Begegnungsraum zu schaffen. Die Finanzierung hat maßgeblich dazu beigetragen, Familien zu stärken, soziale Bindungen aufzubauen und das Schulleben nachhaltig zu bereichern. Eine perspektivische Weiterführung der Angebote wäre aus Sicht der Teilnehmenden wie auch des Teams sehr wünschenswert, um die positiven Effekte dauerhaft zu sichern.

Familienzentrum an der
Randow-Grundschule

 


 

w!r-Stiftungsfonds: Sachbericht Projekt „Ankommen in Lichtenberg“

  1. Projektziel und Hintergrund

Das Projekt „Ankommen in Lichtenberg“ hatte das Ziel, Menschen jeden Alters – insbesondere Familien, Alleinerziehende sowie Personen mit Migrationshintergrund oder geringen sozialen Kontakten – zu motivieren, die vielfältigen lokalen Angebote im Bezirk Lichtenberg kennenzulernen und aktiv zu nutzen.
Durch ein niedrigschwelliges und motivierendes Stempelkarten-System sollten Teilnehmende dazu angeregt werden, regelmäßig unterschiedliche Einrichtungen und Projekte zu besuchen, neue Kontakte zu knüpfen und sich stärker mit ihrem Kiez zu identifizieren.

  1. Umsetzung und Ablauf

Nach der erfolgreichen Bewilligung der Förderung durch den w!r-Fonds im Frühjahr 2025 konnte das Projekt mit insgesamt über 25 Kooperationspartnern aus dem Bezirk fortgeführt und erweitert werden.
Zu Beginn wurden neue Stempelkarten, Flyer und Informationsmaterialien erstellt und an alle Partner verteilt. Zudem wurden die teilnehmenden Einrichtungen bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, um die Aktion sichtbar zu machen.

Im Laufe des Projektzeitraums haben sich zahlreiche Gruppen gebildet, die sich regelmäßig trafen und gemeinsam verschiedene Einrichtungen im Bezirk besuchten. Diese Gruppen nutzten die Stempelkarten als verbindendes Element und entwickelten eine hohe Eigenmotivation, weitere Angebote kennenzulernen. Dabei entstanden neue Freundschaften und Netzwerke zwischen den Teilnehmenden, insbesondere zwischen Familien aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen.

Auch die ehrenamtlichen Kiezläuferinnen und Kiezläufer spielten eine wichtige Rolle: Sie begleiteten Familien, unterstützten beim Zurechtfinden im Kiez und leisteten wertvolle Übersetzungs- und Motivationsarbeit, insbesondere für Menschen mit Sprachbarrieren. 

   
  1. Ergebnisse und Wirkung

Das Projekt wurde durchweg positiv aufgenommen und hat eine spürbare Belebung der sozialen Kontakte im Bezirk bewirkt.

  • Zahlreiche Familien und Einzelpersonen beteiligten sich aktiv.
  • Viele Teilnehmende berichteten, dass sie durch das Projekt erstmals Einrichtungen wie Familienzentren, Jugendfreizeiteinrichtungen oder Beratungsstellen kennengelernt haben.
  • Durch die regelmäßigen gemeinsamen Aktivitäten entstanden neue Begegnungen und nachhaltige Kontakte.
  • Kooperationspartner äußerten ebenfalls großes Interesse an einer Fortführung und Erweiterung des Projektes.

Das Projekt trug damit deutlich zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Förderung von Teilhabe in Lichtenberg bei. 

  1. Öffentlichkeitsarbeit

Zur Bekanntmachung des Projekts wurden Flyer und Stempelkarten in allen beteiligten Einrichtungen ausgelegt sowie über soziale Medien und lokale Netzwerke verbreitet.
Durch persönliche Ansprache, Aushänge und Mundpropaganda konnte eine breite Zielgruppe erreicht werden. Besonders hilfreich war die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Familienzentren und Geflüchtetenunterkünften. 

  1. Verwendung der Fördermittel

Die bereitgestellten 2.000 Euro Fördermittel wurden vollständig und zweckentsprechend eingesetzt für:

  • Druck und Gestaltung von Stempelkarten, Flyern und Informationsmaterialien
  • Anschaffung von Stempeln und Materialien für die Kooperationspartner
  • Durchführung der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit 
  1. Ausblick und Nachhaltigkeit

Das Projekt „Ankommen in Lichtenberg“ hat gezeigt, dass einfache, gemeinschaftsorientierte Formate einen großen Beitrag zur Integration und sozialen Vernetzung leisten können.
Viele Teilnehmende möchten weiterhin im Austausch bleiben und auch künftig gemeinsam Einrichtungen besuchen.
Mehrere Kooperationspartner haben bereits signalisiert, dass sie das Projekt langfristig fortführen und in ihre eigenen Angebote integrieren möchten.

Langfristig soll das Stempelkarten-System weitergeführt und um neue Partner im Bezirk ergänzt werden, um noch mehr Menschen den Zugang zu lokalen Angeboten zu erleichtern und die Nachbarschaftsbindung zu stärken. 

 

Fazit

Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt und hat die Erwartungen in vollem Umfang erfüllt.
Durch die Förderung des w!r-Fonds konnte ein wirkungsvolles, niedrigschwelliges Instrument zur Förderung von Teilhabe, Begegnung und Integration geschaffen werden.
„Ankommen in Lichtenberg“ hat viele Menschen zusammengebracht, neue Kontakte ermöglicht und das Gefühl der Zugehörigkeit im Kiez nachhaltig gestärkt. 

Danksagung

Wir bedanken uns herzlich beim WIR-Fonds für die finanzielle Unterstützung und das Vertrauen in unser Projekt.
Ebenso gilt unser Dank allen Kooperationspartnern, Ehrenamtlichen und Teilnehmenden, die mit ihrem Engagement, ihrer Offenheit und ihrem Gemeinschaftssinn zum Erfolg des Projektes beigetragen haben.
Ohne diese gemeinsame Unterstützung wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen.

 


 

Lesung "Hartenstein" von und mit Wofram Adolphi

Einen interessanten und nachdenklichen Vormittag erlebten am 12. Oktober 2025 die Besucher*innen der Lesung mit Dr. Wolfram Adolphi im Kulturhaus Karlshorst.

   
   

In seinem Buch „Hartenstein oder Die unerhörte Arbeit des Erinnerns“ schildert er den Lebensweg seines Großvaters.

Eingebettet in die Zeit, in der dieser lebte, und gleichzeitig auf aktuelle Bezüge verweisend, hilft dieses Buch, gesellschaftliche Entwicklungen nachzuvollziehen. Es macht auch aufmerksam, dass Erinnerungskultur zum Bestandteil des alltäglichen Lebens gehören muss.

Mit einer lebhaften Debatte endete die Veranstaltung.

 


 

Feriencamp „Demokratie und Persönlichkeit“ 2025

Projektbericht der Trägerwerk Soziale Dienste in Berlin und Brandenburg gGmbH

Die Trägerwerk Soziale Dienste in Berlin und Brandenburg gGmbH führte in diesem Jahr bereits zum 19. Mal erfolgreich das Feriencamp „Demokratie und Persönlichkeit“ für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt durch.
Mit diesem kostenlosen Ferienangebot möchten wir Kindern aus sozial benachteiligten Familien, Kindern mit Behinderungen sowie Kindern aus Flüchtlingsfamilien einen unbeschwerten Urlaub ermöglichen. Gleichzeitig sollen ihre Persönlichkeit und sozialen Kompetenzen gestärkt und demokratische Grundwerte wie Toleranz, Mitbestimmung und Inklusion spielerisch vermittelt werden.

Unter der Schirmherrschaft von Frau Anette Kramme, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin, und Herrn Stefan Zierke, MdB, wurde das Camp auch in diesem Jahr zu einem besonderen Erlebnis.
Als Veranstaltungsort wählten wir erneut das idyllische Schloss Gadow in Lanz (Brandenburg) mit seinem weitläufigen Park am Flüsschen Löcknitz. Vom 1. bis zum 10. August 2025 konnten dort 60 Kinder und Jugendliche, die von Behinderungen betroffen oder von Armut bedroht sind, eine erlebnisreiche, anregende Ferienzeit verbringen. Unter ihnen waren auch dreizehn Kinder aus Flüchtlingsfamilien, u. a. aus der Ukraine, Syrien, Georgien und dem Iran. Für sie bot das Camp wertvolle Momente der Unbeschwertheit und Ablenkung von belastenden Lebensumständen.

Unser Team ausgebildeter, ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreute die Kinder individuell, liebevoll und kompetent. Besonders wichtig war uns die aktive Mitgestaltung: Die Kinder legten gemeinsam die Camp-Regeln fest, bestimmten das Programm mit und konnten ihren Tagesablauf aus vielfältigen Angeboten nach eigenen Interessen gestalten.

Das Camp bot abwechslungsreiche In- und Outdoor-Aktivitäten für jedes Wetter:
Der Park und die Badestelle an der Löcknitz luden zum Toben, Ballspielen, Baden und Planschen ein. Die Kanutouren auf dem naturbelassenen Flusslauf mit den urig verwilderten Uferzonen vermittelten den Kindern echtes Abenteuerfeeling. Beim Bogenschießen wurden Konzentration und Körpergefühl gefördert, gemeinsame Seilübungen stärkten den Teamgeist. Das tägliche Joggen in den Sonnenauf- oder untergang fand so großen Anklang, dass sich schließlich das halbe Camp, auch Kinder anderer Reisegruppen, begeistert anschloss.
Im Aufenthaltsraum standen Spiele, Bastelmaterialien, Malutensilien und eine Feriencamp-Hauspost bereit. Beliebt waren u. a. Makramee, Buttons bemalen, Tonarbeiten, Armbänder knüpfen und gemeinsames Briefeschreiben.
Bei einer Exkursion mit dem Förster lernten die Kinder den Gadower Forst im UNESCO-Biosphärenreservat Elbtalaue kennen – ein eindrucksvoller Einblick in Artenvielfalt und ökologisches Zusammenspiel.

Ein Höhepunkt war das große Sommerfest: Die Kinder hatten selbst die Dekoration gestaltet und ein buntes Programm mit Tänzen, Jonglage, Akrobatik und einem Feriencamp-Song auf die Beine gestellt. Unterstützer des Projekts waren herzlich eingeladen. Der Nachmittag klang
aus mit einem Grillbuffet im Park, bevor die Kinder abends festlich gekleidet in der Feriencamp-Disco gemeinsam feierten.

Während der gemeinsamen Tage wuchsen die Kinder zu einer Gemeinschaft zusammen. Viele Freundschaften entstanden, und die gegenseitige Wertschätzung machte den Abschied schwer. Zur Erinnerung erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde, ein altersgerechtes Buch und kleine Geschenke. Besonders beliebt waren die gespendeten Sachpräsente wie Sonnenbrillen, Caps, Turnbeutel und gesunde Snacks.

Die Wirkung des Camps war deutlich spürbar: Bei den Teilnehmern ließen sich positive Entwicklungen feststellen, wie z.B. die Stärkung von Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz, Entdeckung persönlicher Stärken, Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten und Fortschritte in der gewaltfreien Konfliktlösung. Den bewussten zeitweiligen Verzicht auf Handys und digitale Medien erlebten sie letztendlich als echte Erleichterung.

Alle Kinder und Jugendlichen kehrten bereichert durch neue Erlebnisse, Freundschaften und gestärktes Selbstbewusstsein nach Hause zurück.
Wir freuen uns sehr, dass das Feriencamp „Demokratie und Persönlichkeit“ auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg war. Dies verdanken wir der Unterstützung zahlreicher Stiftungen und Förderer aus ganz Deutschland, denen unser herzlicher Dank gilt.

Mit Freude und neuer Motivation blicken wir nun auf die Vorbereitungen für 2026: Das 20. Jubiläum des Feriencamps „Demokratie und Persönlichkeit“ wird ein besonderes Ereignis, da es erstmals in unserer eigenen Einrichtung stattfinden kann. Mit der Übernahme von Schloss Gadow durch die twsd in BB gGmbH zum 01. September 2025 erhält das Projekt ein festes Zuhause – die Erfüllung eines langgehegten Traums, die uns künftig mehr Planungssicherheit gibt und neue Ideen ermöglicht.
Wir hoffen sehr, dass Sie uns auch im Jubiläumsjahr wieder unterstützen und damit dazu beitragen, Kindern eine unvergessliche und bereichernde Ferienzeit zu schenken.

 


 

Pressemitteilung der Berliner Volksbank

                   Berlin, 15. Mai 2025

 

 

w!r-Stiftungsfonds der Berliner Volksbank fördert neun Bürgerstiftungsprojekte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

  • 18.000 Euro Förderung für Projekte in Berlin und Brandenburg im Jahr 2025
  • Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement
  • Projekte stärken sozialen Zusammenhalt und tragen zu einer lebenswerten Zukunft bei

Neun Bürgerstiftungen aus Berlin und Brandenburg erhalten in diesem Jahr eine Förderung von insgesamt 18.000 Euro durch den w!r-Stiftungsfonds der Berliner Volksbank - für Projekte, die den sozialen Zusammenhalt stärken. Mit jeweils 2.000 Euro unterstützen wir Initiativen, die sich gegen Ausgrenzung und Vereinsamung richten, Demokratiebildung fördern oder sich für mehr Teilhabe einsetzen. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft verwaltet den Fonds und hat die Förderung ausgeschrieben. Die unterstützten Projekte werden von jetzt an bis zum 15. Oktober 2025 realisiert.

„Wir freuen uns, auch in diesem Jahr bürgerschaftliches Engagement in unserer Region zu unterstützen. Nach dem Motto ‚Global denken, lokal handeln‘ fördern wir über unseren w!r-Stiftungsfonds gemeinnützige Projekte, zum Beispiel in der Jugend- und Altenhilfe, im Bereich Umwelt- und Naturschutz sowie in der Wissenschaft und Forschung. In 2025 liegt der Fokus auf Initiativen, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dienen. Die nun ausgewählten Vorhaben der Bürgerstiftungen zeigen konkret, wie wir gemeinsam Verantwortung übernehmen können“, so Mert Özgüvenc, Leitung Nachhaltigkeit der Berliner Volksbank. „Die Projekte der Bürgerstiftungen motivieren zum Mitmachen. Sie schaffen gemeinsame Erlebnisse und machen uns bewusst, dass wir uns aktiv für ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzen können“, betont Özgüvenc.

Geförderte Projekte 2025

Vier Projekte aus Berlin und fünf aus Brandenburg werden 2025 mit je 2.000 Euro aus dem w!r-Stiftungsfonds gefördert:

  • Digitale Bildung gegen Fake News - die Bürgerstiftung Berlin fördert mit dem Projekt „@digitalfit“ die Medienkompetenz und sensibilisiert Kinder und Jugendliche für die gesellschaftlichen Auswirkungen von Fake News und Cyber-Mobbing. Sie entwickelt Workshops und Materialien für Schulklassen und bildet Lehrkräfte fort.
  • Theater, das bewegt - die Bürgerstiftung Treptow-Köpenick fördert zwei neue Produktionen der Jungen Bühne KungerKiezTheater, die Themen wie Mobbing, Rassismus, Vereinsamung, Sucht und Fake-News aus Sicht junger Menschen aufgreifen.
  • „Ankommen in Lichtenberg“ – die Bürgerstiftung Lichtenberg motiviert Menschen mit eingeschränkter sozialer Teilhabe über Ansprache, Öffentlichkeitsarbeit und Anreize dazu, an Begegnungs- und Beratungsangeboten teilzunehmen und sich aktiver in die lokale Gemeinschaft einzubringen.
  • Stark gegen Rassismus - die Bürgerstiftung Neukölln bietet ein Anti-Rassismus-Training für ihre Ehrenamtlichen an, damit sie ihre Patenkinder und Mentees besser im Umgang mit Diskriminierung stärken können.
  • Filmprojekt für Teilhabe und Vielfalt - die Bürgerstiftung Barnim Uckermark erhält Unterstützung für ein Filmprojekt: Kinder und Jugendliche aus zugewanderten Familien drehen, schneiden und präsentieren einen Film, in dem sie sich mit der Zivilgesellschaft und Engagement-Möglichkeiten in ihrem Umfeld auseinandersetzen.
  • Musik verbindet Generationen - durch gemeinsames Musizieren stärkt die Bürgerstiftung Kulturerbe Himmelpfort den dörflichen Zusammenhalt und generationenübergreifende Begegnungen zwischen Senioren, Kindern und Jugendlichen. So wirkt sie der Vereinsamung entgegen und fördert den gegenseitigen Respekt.
  • Anti-Gewalt-Training für Grundschulen - die Bürgerstiftung Königs Wusterhausen erhält Unterstützung für ihr Projekt „Helden oder Feiglinge“, mit dem sie alle Kinder der 4., 5. und 6. Schulklassen in Königs Wusterhausen erreicht. Mit Selbstverteidigungstrainings, Polizei-Gesprächen und dem Besuch des Amtsgerichts leistet die Bürgerstiftung Präventionsarbeit und stärkt das Verantwortungsgefühl der Jugendlichen.
  • Gemeinsam statt einsam - die Bürgerstiftung Oranienburg lädt mit ihrem Projekt „Kahn der fröhlichen Leute“ ältere Menschen zu Dampferfahrten ein und schafft neue Räume für Begegnungen und Austausch.
  • Erste-Hilfe fürs Leben - die Bürgerstiftung Schöneiche vermittelt in ihrem Projekt „Helfen macht Schule!“ Sechstklässlern Erste-Hilfe-Wissen und Gesundheitskompetenz und stärkt zugleich Verantwortung sowie soziale Kompetenzen.


„Bürgerstiftungen spielen eine wichtige Rolle dabei, das Engagement und Zusammenleben vor Ort zu stärken. Sie kennen sich dort aus, sind bestens vernetzt und können mit ihrem breiten Stiftungszweck schnell auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Wir freuen uns, dass die Berliner Volksbank diese Struktur nutzt, um neun tolle Projekte für mehr sozialen Zusammenhalt voranzubringen“, so die stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Aktive Bürgerschaft Bernadette Hellmann.

w!r-Stiftungsfonds

Der Stiftungsfonds wurde 2021 von der Berliner Volksbank ins Leben gerufen und wird von der Stiftung Aktive Bürgerschaft verwaltet. Seitdem werden Projekte unterstützt, in denen sich Menschen für den sozialen Zusammenhalt und das Miteinander in ihrer Region einsetzen. Bei der Auswahl der Projekte arbeitet die Berliner Volksbank eng mit der Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen. Weitere Informationen zum w!r-Stiftungsfonds: https://www.berliner-volksbank.de/ueber-uns/aus-liebe-zur-region/stiftungsfonds.html

Hintergrund zur Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die Stiftung Aktive Bürgerschaft ist die Support-Organisation der 426 Bürgerstiftungen und 400.000 Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter in Deutschland und unterstützt bundesweit deren ehrenamtliche Gremien bei der Gewinnung von Stiftern und Aktiven, der Gremiennachfolge, der Digitalisierung und anderen strategischen Managementaufgaben.

Die Stiftung Aktive Bürgerschaft unterstützt zudem mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial Lehrkräfte in mehr als 1.000 Schulen bei der Verknüpfung von Engagement mit Unterricht. Bereits 160.000 junge Menschen waren dabei frühzeitig ehrenamtlich aktiv und haben gleichzeitig ihre Schlüsselkompetenzen gestärkt.

Die Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

Über die Berliner Volksbank eG
Die Berliner Volksbank eG wurde 1946 gegründet. Mit über 228.000 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von mehr als 18,4 Mrd. EUR im Jahr 2024 ist sie eine der größten regionalen Genossenschaftsbanken in Deutschland. Zum Kern ihres Geschäftsmodells gehören die Nähe zum Kunden, die ganzheitliche genossenschaftliche Beratung und der regionale Fokus. Gemäß ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag versteht sie sich insbesondere als Partner des gewerblichen Mittelstandes in der Region Berlin und Brandenburg.

Ansprechpartner Berliner Volksbank:
Eva Nieuweboer, Pressereferentin
Bundesallee 206, 10717 Berlin
Telefon: (030) 3063-4475
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.berliner-volksbank.de